SC-Mils Bergsteigen, perfektes Wetter, anregende Touren, begeisterte Bergfexe

Schon Tage vor unserem SC-Mils Bergtag kündigte sich Hochdruckwetter an, das uns am Samstag den 04. Oktober pünktlich zu unseren Bergtouren einen klaren Himmel und die noch starke Herbstsonne bescherte.
Um 7:30 Uhr starteten wir im Konvoi von der Raika in Mils, um 8:30 Uhr entstand dann das Gruppenfoto knapp nach der Kemater Alm, auf 1.700m Höhe.

Die Bergsteiger des SC-Mils 2014

Die Bergsteiger des SC-Mils 2014

Der Herbst ist in dieser Höhe so zeitig am Morgen deutlich spürbar. Die von den Hängen der Kalkkögel herabfallende Thermik, zusammen mit der nordseitigen Kessellage der Aufstiegsroute war während der erste Stunde des Aufstieges eine recht erfrische Angelegenheit.
Nach einer guten halben Stunde erreichten wir, die Kinder – unter gipfelstürmerischem Schritt der beiden Mädchen, die Burschen diesen knapp auf den Fersen – die Adolf Pichler Hütte. Dort trennte sich unser gemeinsamer Weg.

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Die Wandergruppe nahm unter Leitung von Siggi und Manni den moderat ansteigenden Aufstieg zum Seejöchl, über noch satt grünbraune Wiesenhänge und vorbei bzw. entlang den gewaltigen, hoch aufragenden steinernen Türmen der Kalkkögel. Das Seejöchl auf 2.515m erreichten die Teilnehmer der Wandergruppe nicht ganz eine Stunde nach dem Aufbruch von der Adolf Pichler Hütte und wieder waren die Kinder weit voraus, ohne einen Halt zu kennen.
Am Seejöchl wurde eine Pause mit einer Jause verbunden, ehe die Gruppe den nunmehr noch kurzen Aufstieg  auf den Gipfel unternahm.

das Seejöchl geschafft

das Seejöchl geschafft

In der Zwischenzeit drang die Klettersteiggruppe über die Alpenklubscharte bis zur Anseilstelle des Klettersteiges der Großen Ochsenwand vor und die Mander stiegen um 10:40 auf ca. 2.500m ein die Wand ein.

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Ab der Alpenklubscharte gab es angenehme Temperaturen im leichten Nebel der sich aufgrund der zunehmenden direkten Sonneneinstrahlung auf die Südhänge der Kalkkögel rasch verzog.
Der weitere Aufstieg in der Wand war allerdings wieder von kaltem Fels und einem noch kälterem Seil geprägt. Da wir an diesem Prachttag die ersten Klettersteigbegeher waren konnten wir, ohne Unterbrechungen und ohne Gegenverkehr, rasch auf das oberste Plateau der dem langen Kamm der Großen Ochsenwand vorgelagerten Türmen aufsteigen und erreichten oben, am Ende des Klettersteiges, sonnenbestrahlten, angenehm zu greifenden Fels.

Gipfelsieg der Wandergruppe auf der Gamskogelspitze

Gipfelsieg der Wandergruppe auf der Gamskogelspitze

Die Wandergruppe erfreute sich derweil um ca. 11:30 Uhr inzwischen schon des Gipfelsieges auf dem Gamskogel mit 2.659m Höhe. Die wackere Gruppe setzte dann, nach einer ausgiebigen Pause, die Rundtour am Steig zum Steinkogel und weiter zum Sendersjöchl fort.
Einige Rastpausen wurden notwendig und auch eingelegt, die Jugend tollte jedoch in ungebremster Aktivität über den, ab dem Sendersjöchl, stetig abfallenden Steig.

eine schöne Verschneidung, senkrecht und griffig

eine schöne Verschneidung, senkrecht und griffig

Die Kletterer hatten mittlerweile genau zur samstäglichen Sirenenprobe mittags den  Gipfel der Großen Ochsenwand auf 2.700m erreicht. Eine kurze 20 minütige Pause, dem traditionellen Gipfelbucheintrag und mit, über das Trainingsgebiet der Schlick, schweifendem Blick vom Gipfel traten die Kletterer den Rückweg an.

das Kletterteam des Schiclub Mils am Gipfel der Großen Ochsenwand

das Kletterteam des Schiclub Mils am Gipfel der Großen Ochsenwand

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Der Abstieg ist bekanntlich der schwierigere Aufstieg und deshalb dauerte jener auch in etwa gleich lange.
Ab der Scharte zwischen Großer und Kleiner Ochsenwand entschieden sich die Kletterer allerdings für die Abkürzungsvariante, der Abfahrt über die, in das Talbecken abfallenden, Schotterreise. Diese erwies sich als teilweise angenehm, teilweise – wegen fehlendem Schotter – als unangenehm zu bereisen. Trotzdem machte die Variante allen einige Freude und ca. um 14 Uhr war die Gruppe zurück bei der Adolf Pichler Hütte.

die Abkürzung

die Abkürzung

fidele Madln nach dem Sendersjöchl im zweiten Teil der Runde

fidele Madln nach dem Sendersjöchl im zweiten Teil der Runde

Ein Funkspruch mit den Wanderern brachte den Aufschluss, daß beide Gruppen fast zeitgleich um ca. 14:45 Uhr in der Kemater Alm eintreffen würden. Die Wanderer überflügelten dann auch noch die Kletterer um gut zehn Minuten. Eine tolle Leistung unserer Wanderer, in Summe legten sie 1.000Hm und 12km Steigwanderung in goldfarben getauchter Herbstlandschaft zurück. Da war dann in der Alm ein kräftiges spätes Mittagessen fällig bei dem allerlei Gelächter zu vernehmen war.

kräftige Stärkung in der Kemater Alm

kräftige Stärkung in der Kemater Alm

Die Kletterer mit den selben 1.000Hm Steigleistung – die teilweise in atemberaubend senkrecht angelegtem Klettersteig bewältigt werden mußten, jedoch etwas weniger begangener Steiglänge –  haben eine ambitionierte, unbeschreiblich schöne Klettersteigtour erlebt.

Stimmung ins Gesicht geschrieben...

Stimmung ins Gesicht geschrieben…

Gemeinsam, jedoch – wegen des guten Betriebes auf der Alm – in zunächst getrennten Bereichen wurde die, mit Bewegung, Natur- und Erfolgserlebnis gemischte, angesammelte gute Laune mit viel heiteren Diskussionen ausgelebt. Andi und Claudia beehrten uns mit ihrem Eintreffen auf der Alm zum gemeinsamen Abschluß des Bergtages.
Später, nachdem das Gros der Almbesucher den Abstieg antrat,  konnten sich die Milser Schiclub-Bergsteiger in einem eigenen Bereich zusammensetzen. Siggi mit seinen drei tollen Burschen, die sich bereits schon – mit Rene und Marvin im Verein – auf die Nockspitze als wahre Zugpferdln  heraus stellten, mußten uns früher verlassen. Mit in diesem Verein Hund Shanty, der wieder mit Begeisterung den doppelt und dreifachen Weg zurücklegte.

...ohne Worte...

…ohne Worte…

Die Milser Jugend fand Gefallen daran gedrängt auf einer einzigen Bierzeltgarnitur Platz zu finden und an diesem Ort pure, unbeschwerte Action auszuleben.

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Jahreszeitlich bedingt verließ uns die Sonne bereits um knapp nach 17 Uhr. Die rasch abfallende Temperatur erinnerte uns jäh daran, daß dieser schöne Tag in der sagenhaften Kulisse der Kalkkögel nun sein Ende finden würde.
Nach begleichen der Zeche freute es uns, daß uns die Wirtsleut einen aromatischen Zirberler spendierten.

ein Ausklang

ein Ausklang

Wir verließen die einladende Kemater Alm ungern aber dafür, seelisch und körperlich angereichert, um 17:30 in Richtung Heimatdorf. Manche unter uns etwas mehr, manche etwas weniger geschafft, jedoch keiner dessen Stimmung nicht guter Dinge gewesen wäre.

ein märchenhafter Tag in den Kalkkögeln...

ein märchenhafter Tag in den Kalkkögeln…

Hut ab vor der tollen Leistung aller TeilnehmerInnen!

Berg Heil!


Die Routen der Touren können zur Nachahmung in der Karte zum Beitrag „
Schiclub Mils Bergsteigen 2014“ zu diesem Bergtag hier auf der Schiclub-Homepage eingesehen werden.  

 

 

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